Wasser-Fibel für Königstein

Mehr Fantasie und Engagement bei der Bekämpfung der Trink­wasser­­knappheit – mit dieser Forderung haben wir uns Ende August 2020 an die Stadtverwaltung gewandt. Konkret schlagen wir eine „Königsteiner Wasser-Fibel“ mit Hilfen und positiven Bei­spielen beim verantwortlichen Umgang mit der wertvollen Ressource Trinkwasser vor. Wir sind überzeugt: Es ist höchste Zeit, eine umfassende und langfristige Trinkwasser­strategie für die Stadt Königstein in Zeiten der Klimakrise zu entwerfen.

 „Der Wassernotstand zeigt einmal mehr, wie sich Extremwetterlagen als Folge der mensch­ge­machten Klimakrise im Alltagsleben konkret auswirken. Die vom Parlament und mit den Stimmen der GRÜNEN verabschie­de­te Gefahrenabwehrverordnung von Anfang August 2020 ist ein wichtiges Instrument. Wir dürfen die Men­schen in Königstein allerdings jetzt nicht mit Verboten und Appell­en alleine lassen. Die Stadt muss mehr Fantasie und mehr Engagement zur Lösung der Problematik zeigen. Sie muss erklären, in den Dialog gehen, konkrete Ziele be­nenn­en und vor allem positive Beispie­le für den verantwortlichen Um­gang mit Trinkwasser geben“, erklärt Parteisprecherin Bärbel v. Rö­mer-Seel.

Die GRÜNEN Königstein wollen grundsätzlich mehr Aufklärung und Dialog. Die Drohung mit schmerzhaften Geldbußen vom Ordnungsamt dürfe sich immer nur an die sehr wenigen Un­ein­sichtigen rich­ten. Vor dem Hintergrund einer sich künftig eher verschärfenden Klimakrise fordert die grü­ne Parteisprecherin, „Königstein beim Thema Trinkwasser zukunftsstark zu machen und auf eine Zukunft mit mehr Extremwetterlagen vorzubereiten.“ Dafür brauche es kurzfristig mehr als rechtstechnische Verord­nungen, ad-hoc-Durchsagen der Feuerwehr und Appelle.

Konkret schlagen die GRÜNEN die Entwicklung einer „Königsteiner Wasser-Fibel“ vor. Diese müsse lebensnah die Gefahren von Extremwetterlagen für die Trink­was­s­erversorgung der Stadt Königstein darstellen. Die Konsequenzen für das gesellschaftliche Zusam­men­leben, für die Wirt­schaft und für den Königsteiner Haushalt gälte es transparent und realis­tisch darzustellen. Vor allem aber wollen die GRÜNEN positive Bei­spiele und effektive Handlungsmöglichkeiten für alle Haushalte vermittelt sehen: „Wir brauchen viel spezifischere Hand­lungs­optio­nen für ganz unterschiedliche Ziel­gruppen: Unternehmen oder Gewerbe, Mieter in kleinen Wohnungen, Hauseigen­tü­mer mit klei­nerem oder größer­em Vorgarten oder eben Villen mit Pool und großen Gar­tenanlagen benötigen jeweils unterschiedliche Ansätze und Vorgaben für den verant­wortlichen Umgang mit dem wert­vollen Allgemeingut Trink­wasser“, fordern die GRÜNEN konkret. „Wir brauchen überzeugende Vorbilder aus allen Schichten der Bevölkerung“, ist Bärbel v. Römer-Seel überzeugt.

Die Königsteiner Wasser-Fibel müsse kon­kre­te Hilfen bereitstellen. Denkbar wäre etwa ein Kapitel zu Blumen, Pflanzen, Sträuch­ern und Büschen, die besonders hitze- und trockenver­träglich, einfacher in der Haltung und zudem insektenfreundlich sind. Eine solche klimarobuste und nachhaltige Bepflanzung sei zudem auch Aufgabe für die Gartenanlagen und Be­pflan­zungen der Stadt Königstein.

„Das Thema Trinkwasserknappheit wird alle Bürger*innen auch in den nächs­ten Jahren stark be­schäf­tigen. Die GRÜNEN wollen Königstein zukunfts­stark machen. Unser Ziel ist daher eine um­fassende und langfristige Trink­wasser­stra­te­gie für die Stadt Königstein in Zeiten der Klimakrise. Dazu müssen konkrete und überprüfbare Vorgehensweisen definiert werden, die sich an den Grenzen der Ressource Trinkwasser orientieren“, so die GRÜNEN. Die Zeit dränge, so die Partei­sprecherin: „Wir dürfen künftig nicht mehr Trinkwasser verbrau­chen, als wir von der Natur zur Verfügung gestellt bekommen. Wenn wir für unsere Kinder und Enkelkinder Handlungsoptio­nen erhalten wollen, brauchen wir als Stadt Königstein schnell entsprech­en­de Zukunftsstrategien zum Thema Trinkwasser“. Dies gelte besonders im Hinblick auf die Neubaugebiete Kaltenborn III, Hardtberg und das neu ins Gespräch gebrachte Gewerbe-und Wohngebiet an der Sodener-Straße. Überall werden Flächen für Bauvorhaben und Straßenbau versiegelt, während gleichzeitig zahlreiche neue Anwohner*innen mit Trinkwasser versorgt werden müssen. Hier gilt es nach Meinung der GRÜNEN besonders, innovative Lösungen für die Nutzung von Niederschlagswasser zu erarbeiten und Regeln für die deutliche Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs von der Stadt vorzugeben.

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