„Bitte keine Werbung“ macht Wahlkampf schwer, aber umweltfreundlicher

Nun kommt der Wahlkampf in die heiße Phase und die Flyer der Parteien flattern ins Haus. Für die GRÜNEN ein ambivalentes Unterfangen. An jedem zweiten Briefkasten klebt der Aufkleber „Bitte keine Werbung“ „Königsteiner Woche ja“. Das Gesetz verbietet eindeutig auch den Parteien, hier Werbung einzuwerfen. Zum anderen ist ein Werbeflyer auch eine erhebliche Belastung für die Umwelt, der Aufkleber am Briefkasten also ganz im Sinne der GRÜNEN. Jedes Jahr werden geschätzt 28 Milliarden Werbeflyer (1,06 Millionen Tonnen Abfall) in Deutschland versendet und dafür 42 Milliarden Liter Wasser und 4,3 Milliarden KWh Strom und 1,6 Millionen Tonnen Holz verschwendet. Davon könnte Königstein fast 60 Jahre den Wasserbedarf decken und über 100 Jahre den Strombedarf. Eine digitale Alternative oder die Anzeigenwerbung ist hier also das Gebot der Stunde. Die GRÜNEN Königstein haben diesmal auf den Druck von Wahl Broschüren ganz verzichtet und ihr Wahlprogramm den Bürger*innen nur noch umweltverträglich, digital als PDF unter www.gruene-koenigstein.de, zur Verfügung gestellt. „Wir wollten den Worten endlich Taten folgen lassen“, begründet Winfried Gann diese Entscheidung. Lediglich ein kleines Faltblatt wurde, wo erlaubt, eingeworfen. Bürger, welche sich für GRÜNE Inhalte interessieren, werden gebeten sich über die Webseite zu informieren. Darauf wurde auch in dieser Zeitung immer wieder mit Anzeigen hingewiesen. Wir hoffen, die Nachteile für diesen umweltbewussten Wahlkampf nicht durch weniger erreichte Wähler bezahlen zu müssen. Die Vorteile im Kampf gegen den Klimawandel sind aber zu wichtig. Für die Zukunft bitten die GRÜNEN interessierte Bürger sich über die Mailadresse kontakt@gruene-koenigstein.de für den Newsletter einzutragen. Damit können auch in Zukunft weitere Ressourcen eingespart werden. „Mitten im laufenden Wahlkampf haben die GRÜNEN Königstein als Ortsverband einer Partei, die bundes- und europaweit für Transparenz steht, den Eindruck, dass im Kommunalwahlkampf mit ungleichen Mitteln gekämpft wird“, so Lena Zielke.

Dass die Finanzierung eines Wahlkampfes vom Engagement der einzelnen Mitglieder, aber auch der finanziellen Mittel und damit letztlich von der Anzahl der Mitglieder abhängt, ist längst bekannt. Inwieweit aber die Mitgliederstärke vor Ort und private Spenden die Wahlkampfmittel und damit Möglichkeiten prägen, möchten die GRÜNEN nochmals hervorgehoben wissen, um die Höhe der aufgewandten Kosten für die Wähler transparent zu machen. An dieser Stelle sei lobenswert erwähnt, dass die Königsteiner Woche allen kandidierenden Parteien die Chance gegeben hat, zu vier vorab festgelegten Themenblöcken Stellung zu beziehen. Damit gibt diese Königsteiner Institution zumindest allen Parteien eine wohlgemerkt kostenlose Möglichkeit Inhalte an die Bürger zu vermitteln. Diese stehen auch jederzeit online unter https://www.taunus-nachrichten.de/koenigstein/e-paper zum Nachlesen bereit. Der Wahlkampf mit (Groß)Plakaten belastet ebenso Umwelt und Stadtoptik. Wahlkampfstände sind unter Corona Bedingungen eher unverantwortlich und unsolidarisch, da Gastronomie und Einzelhandel, Schüler*innen und Bürger*innen dringend auf sinkende Inzidenzen angewiesen sind, um endlich wieder arbeiten und normal leben zu dürfen. Die GRÜNEN hätten sich daher von Anfang an eine klare Absage aller Parteien an den Straßenwahlkampf gewünscht. Es war zwischen den vier Fraktionen eigentlich beschlossene Sache, dass man aufgrund der weiterhin hohen COVID-Zahlen, der Vorbild-Funktion und der gesellschaftlichen Eindämmung der Pandemie die Bürgernähe nicht in der bisher üblichen Form suchen könne. Leider wurde sich daran nicht von allen Parteien gehalten

Klimaneutrales KÖNIGSTEIN 2035 – das geht nur mit Klimaschutz- und Mobilitätskonzept!


Die Klimakrise ist längst auch im Taunus angekommen. Dürreperioden, starke Stürme und heftige Regenfälle kommen immer häufiger vor. Die Zahl der Insekten und Vögel nimmt ab. Die Klimaerhitzung gefährdet unsere Natur, unsere Gesundheit, unsere Trinkwasserversorgung und unsere Wirtschaft, also uns Alle. „Wir GRÜNE kämpfen für aktiven Klima- und Umweltschutz“, umreißt Winfried Gann den Anspruch des Programms. Wir brauchen mehr Strom aus erneuerbaren Energien, klimafreundliche Wärmeversorgung und umweltfreundlichen Verkehr. Ziel der GRÜNEN ist es, die Stadt Königstein zukunftsstark aufzustellen. Dafür müssen die Weichen jetzt gestellt werden:

  • Klimaschutz- und Energiestrategie mit konkretem Fahr- und Maßnahmenplan für ein klimaneutrales Königstein bereits 2035
  • Erhalt und Ausbau natürlicher Lebensräume und die Vernetzung wertvoller Biotope
  • Verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, insbesondere mit Trinkwasser
  • Eine Abfallpolitik, die der Vermeidung von Abfällen und Giftstoffen höchste Priorität einräumt.

ANPASSUNG AN DIE KLIMAVERÄNDERUNG

„Königstein muss die Auswirkungen auf Klima und Umwelt bei sämtlichen Planungsentscheidungen berücksichtigen“, fordert Winfried Gann kompromisslos.  Die Nutzung regenerativer Energien und der Gebäudeenergieverbrauch müssen optimiert werden. Das Klimaschutzkonzept ist so zu gestalten und umzusetzen, dass Klimaneutralität unter Wahrung des 1,5 Grad Ziels bis 2035 sichergestellt ist.

 Deshalb verfolgen die GRÜNEN auch weiterhin das Ziel, städtische und private Neubauten und Gebäude im Bestand klimaneutral zu gestalten: Energetisch zu sanieren, Photovoltaikanlagen zu betreiben und den Ausbau Erneuerbarer Energien zur Wärmegewinnung zu beschleunigen. Die Entscheidungen von heute müssen sich an den Anforderungen für morgen orientieren.

Erste Weichen wurden mit der Einstellung eines Klimamanagers, der Zisternensatzung und der Installation von Solarmodulen auf städtischen Gebäuden gestellt.   

Nur vorausschauendes Handeln kann ermöglichen, die Lebensqualität in Königstein zu erhalten und gleichzeitig globale Verantwortung zu übernehmen.

ZIELE GRÜNER VERKEHRSPOLITIK

„Wir GRÜNEN fordern: 30 Km/h auf allen Straßenabschnitten durch besiedelte Gebiete, um Lärm und CO2-Ausstoss in unserem heilklimatischen Kurort zu reduzieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.“  ÖPNV-Dezernent und Stadtrat der GRÜNEN Rolf Kerger weiß wovon er spricht, wenn er für ein ganzheitliches Mobilitätskonzept der Zukunft konkret fordert:  

– autofreie Stadtmitte

Ebenerdige Parkplätze in der Konrad-Adenauer-Anlage lehnen wir ab. Der störende Schleich- und Parkplatzsuchverkehr durch die Innenstadt muss sofort wirksam unterbunden werden. Die GRÜNEN befürworten den barrierefreien Ausbau der zentralen ÖPNV-Infrastruktur.

– Autoverkehr digitalisieren

Wir GRÜNEN haben Mittel für ein Parkleitsystem bereitgestellt, um den Parkplatzsuchverkehr deutlich zu reduzieren. Durch intelligente Ampelsteuerungen sollen zusätzlich Staus auf den Bundesstraßen im Stadtgebiet reduziert werden.

– Innovativer ÖPNV

GRÜN heißt: gut ausgebauter, bezahlbarer Nahverkehr; Sammeltaxis und Sharing-Angebote, um auch ohne PKW mobil zu sein; die bessere Anbindung der Ortsteile und die Umstellung der Taxis, Busse und städtische Fahrzeuge auf abgasfreie Antriebe. Vergünstigte Tickets für Bürger*innen können bereits 2021 auf den Weg gebracht werden.

– Intelligente Haltestellen

GRÜN schafft den barrierefreien Umbau der Wartehäuschen und ihre Beleuchtung, Fahrradständer, größere Informationstafeln und freies WLAN an Haltestellen und in allen Bussen: Komfort für die Nutzer*innen des ÖPNV von morgen! ….und für rastende Bienen gibt es die Blühwiese auf dem Dach!  

– Platz für SICHEREN Fahrradverkehr

Wir GRÜNE haben 2020 Mittel für ein Radwegekonzept beantragt, mit dessen Planung für sichere Fahrradwege in der Kernstadt und den Ortsteilen jetzt begonnen wird. Dazu gehört, schnell zusätzlichen Platz für Fahrradfahrer*innen und sichere Fuß- und Fahrradwege für Kindergarten- und Schulkinder zu schaffen.

So schaffen wir mit Ihrer Stimme am 14. März 2021 attraktive Alternativen zum Autofahren.

„Es liegt noch ein langer gemeinsamer Weg vor uns. Das Tempo muss aber endlich erhöht werden, nur nicht auf der Straße“, zwinkert Rolf Kerger. 

Klimaneutrales Königstein 2035 braucht starke GRÜNE

Wir, die GRÜNEN Königstein, fordern die Klimaneutralität der Stadt Königstein bis 2035. Grundlage für das ambitionierte Ziel ist ein Neustart beim Klimaschutz, ein städtischer CO2-Fußabdruck, ein Klimaschutzkonzept und ein regelmäßiges Monitoring von Zwischenzielen. Diese zentralen Forderungen unseres Kommunalwahlprogramms 2021 – 2025 werden ein wichtiger Prüfpunkt bei möglichen Vereinbarungen mit anderen Parteien sein.

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Mehr kompetente Menschen im Wald, die Zeit für Beobachtungen haben

„Das, was hier im Wald passiert, habe ich seit 35 Jahren nicht erlebt – die Rahmen-bedingungen der letzten drei Jahre sind katastrophal für den Königsteiner Wald“, erklärt Jochen Raus, Leiter des Reviers Billtalhöhe im Forstamt Königstein (Bild, 2.v.L.). Gemeinsam mit dem Hessischen Umweltstaatssekretär Oliver Conz (Bild, 3. V. L.) zeichnete er nach drei extrem trockenen Jahren ein aktuelles Lagebild zum Königsteiner Wald mitten in der Klimakrise.

Konkrete Vorstellungen für ein nachhaltiges Wassermanagement

Die GRÜNEN begrüßen die Einigkeit aller Fraktionen bei dem für Königstein so zukunftswichtigen Thema der Trinkwassersicherung. Die Notwendigkeit der nachhaltigen Versorgung aller Königsteiner*innen mit Trinkwasser wurde von den im Stadtparlament vertretenen Fraktionen im Bau- und Umweltausschuss zum Ausdruck gebracht. Der umfassendere Änderungsantrag der GRÜNEN zum ursprünglichen „Maßnahmenplan zur Einsparung von Trinkwasser“ der ALK wurde in der Ausschusssitzung schließlich als gemeinsamer Antrag aller Fraktionen zur Abstimmung gestellt und einstimmig angenommen. Die nachfolgende Stadtverordnetenversammlung hat den Änderungsantrag der GRÜNEN dann bestätigt.

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Wasser-Fibel für Königstein

Mehr Fantasie und Engagement bei der Bekämpfung der Trink­wasser­­knappheit – mit dieser Forderung haben wir uns Ende August 2020 an die Stadtverwaltung gewandt. Konkret schlagen wir eine „Königsteiner Wasser-Fibel“ mit Hilfen und positiven Bei­spielen beim verantwortlichen Umgang mit der wertvollen Ressource Trinkwasser vor. Wir sind überzeugt: Es ist höchste Zeit, eine umfassende und langfristige Trinkwasser­strategie für die Stadt Königstein in Zeiten der Klimakrise zu entwerfen.

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KLIMASCHUTZ IM HAUSHALT 2020

Mit dem Rückenwind aus dem guten Wahlergebnis der Europawahl beantragen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Haushalt der Stadt Königstein eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes auf kommunaler Ebene. So sollen die CO2-Emissionen reduziert werden durch die Entwicklung eines Fahrradwegekonzepts, die Ausarbeitung eines Klimaschutzkonzepts, die Einrichtung eines digitalen Parkleitsystems und die Einführung von 1€-Tickets für den innerörtlichen ÖPNV.

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Friday for Future: Raum für Rede- und Demonstrationsfreiheit

Als GRÜNEN Königstein erklären wir uns solidarisch mit den Zielen und Aktionen der Bewegung Fridays for Future. Als globale soziale Bewegung, die von Schüler*innen und Student*innen ausging, setzt sie sich nun generationsübergreifend für die Umsetzung der Klimaschutzziele ein.

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Klimaforscher zu Gast in Königstein

Prof. Dr. Joachim Curtius, einer der gefragtesten Wissenschaftler Deutschlands wenn es um die Erforschung der Wetter- und Klimaphänomene geht, wird am Montag, den 13. Mai um 20 Uhr, in der Villa Borgnis, auf Einladung des Bündnis90/DIE GRÜNEN einen Vortrag zum Thema „Herausforderung Klimawandel“ halten. Hierzu lädt der Ortsverband Königstein  Bündnis90/DIE GRÜNEN alle Interessierten ganz herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

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